Textildruck, T Shirt Bedrucken 

Textildruck 

Textildruck Österreich
T Shirt Bedrucken

Content Übersicht:

Übersicht an Druckarten:

Digitaldruck:

☺ Druck in Vollfarbe

☺ Kleinstserien ab 1 Stück

☺ Für Print on Demand

☺ Für Textilien mit hohem Baumwollanteil (80%+)

Siebdruck:

☺ Mehrkosten pro Farbe (max. 5 Farben + Weiß)

☺ Für größere Auflagen

☺ Waschbeständigkeit von 60°C möglich

☺ Für Polyester und Baumwolle

☺ Als Direktdruck oder Transferdruck möglich

Folien:

☺ Für kleinere Serien ab 10 Stück

☺ Meist für kleinere Aufdrucke (Brustlogo etc.) da Spezialfolien ziemlich teuer werden können

☺ Außergewöhnliche Optik durch Folien wie: Glow in the Dark Folien, UV Folien, Spiegelfolien, 3D Folien usw. 

☺ Auch für Sportkleidung, Trikots und anderen Materialien

☺ Für schwer bedruckbare Stellen

☺ Wenig Farben sprich einfärbiges Design

Digitaldruck:

Digitaldruck ist im E-Commerce Bereich die weit verbreiteste Druckart um T-Shirts zu bedrucken. Aus dem einfachen Grund weil sich mit dieser Textildruckart am besten kleinere Auflagen und Einzelstücke kosteneffizient produzieren lassen. 

Im Grunde handelt es sich beim Digitaldruck um einen CMYK-Druck wie man es von seinem Bürodrucker für Papier kennt. Jedoch unterscheidet sich der Drucker in seinem baulichen Aufbau sowie der verwendeten Tinte. Textildrucker drucken zusätzlich zu CMYK noch weiß als Tinte für die Unterschicht bei schwarzen und dunklen Textilien.

Im nachfolgenden gehen wir genau auf den Prozess ein wie ein T-Shirt im Digitaldruck gedruckt wird.

Beim Digitaldruck sowie bei anderen Druckarten kommt es sehr auf die Qualität des Textils an. Es wird unterschieden zwischen Ringgesponnene Baumwolle und Carded Open-End Cotton

Aus'm Keller Ringgesponnene Baumwolle Textildruck

Ablauf beim T Shirt bedrucken mittels Digitaldruck:

1. Vorbehandlung
2. Pressen / Trocknung
3. Druck
4. Pressen / Fixierung

Schritt 1:

Der erste Schritt im Digitaldruck besteht darin den Stoff für den Druck Vorzubehandeln

Dazu wird die zu bedruckende Seite zuerst mit einer Fusselrolle sauber gemacht.

Danach wird mit dem Vorbehandlungsgerät ein dünner Flüssigkeitsfilm der Vorbehandlungsflüssigkeit auf dem Textil aufgetragen. 

Wieso?

Weil wir drucken bei diesem Verfahren mit wasserbasierter Pigment-Tinte. Das Wasser in der Tinte ist nur der Träger für die Pigmente und im Grunde für das gewünschte Ergenis störend. Das Vorbehandlungsmittel ist eine Flüssigkeit welche das Wasser bindet und in kürzester Zeit den Großteil an Wasser auf der Tinte "saugt". 

So bleiben nur die Pigmente übrig welche auf dem Stoff aufliegen und mit ihm verbunden werden.

Was passiert wenn man ohne Vorbehandlung druckt?

Würde man nicht vorbehandeln so bleibt die Tinte nach dem auftragen flüssig und sickert in den Stoff ein. Gerade bei weißer Tinte auf dunklen Textilien ist eine Vorbehandlung zwingendnotwendig. So erhält man eine saubere weiße Unterschicht welche bis zu einem gewissen Grad schon "trocken" ist. Auf diese Weise bietet diese Unterschicht die perfekte Basis und man kann mit CMYK auf diese Schicht drucken. So erhält man kräftige Farben und eine solide Tintenschicht. 

Und wenn man nur CMYK auf helle Textilien druckt?

Bei CMYK only auf weißen Textilien hilft die Vorbehandlung um eine längere Waschbeständigkeit zu gewährleisten ist aber nicht zwingend notwendig. 

Schritt 2:

Jetzt haben wir ein Textil welches im gewünschten Bereich gleichmäßig mit dem Vorbehandlungsmittel angenässt ist. Wir sind bereit für den zweiten Schritt. 

Auch beim Vorbehandlungsmittel ist das Wasser wieder nur der Träger, und wird duch Hitze entfernt. Danach bleibt der getrocknete Rückstand des Vorbehandlungsmittel übrig welcher das Wasser der Tinte bindet. 
Eine optimale Trocknung erhält man durch eine Transferpresse. Hier kann man gleichzeitig Druck auf das Textil ausüben und alle Unebenheiten und abstehenden Fasern werden angepresst. 

Wenn das T-Shirt bzw. der Pullover nun durch das Pressen trocken ist die gesamte Vorbehandlung abeschlossen. Das Textil ist nun bereit für den Druck. 

Anmerkungen zur Vorbehandlung: 
Es ist sehr kritisch wie viel Vorbehandlungsmittel man auf den Stoff aufträgt. Dies wird im nassen Zustand in Gramm gemessen. 

  • im Schnitt zwischen 18g und35g auf einer Fläche von 1500m^2 
  • abhängig ist die Menge von der Stoffdicke und Stoffqualität
  • Ringspun Cotton ist glätter und besser geeignet als Carded Open-End Cotton

Schritt 3:

Jetzt kann auf die vorbehandelte Stelle gedruckt werden.
Wir drucken zuerst eine weiße deckende Unterschicht, danach nach einer kurzen Pause (in etwa 20 Sekunden) wird mit CMYK auf die weiße Fläche gedruckt und man erhält das gewünschte Design auf dem Textil. 

  1. Weiße Unterschicht drucken
  2. Durchgangpause (ca. 20 Sekunden)
  3. CMYK on top

ggf. wird zB. bei Heavy Cotton Shirts 2x eine Unterschicht gedruckt.

Schritt 4:

Jetzt der Aufdruck soweit fertig, die nasse Tinte muss nur noch fixiert werden. Dies geschieht je nach Tintenhersteller bei 180°C für 90Sekundenauf der Transferpresse oder auch im Trockenkanal.
Ein Trockenkanal hat den Vorteil dass man am Textil keine Pressspuren sieht.

  • nach 24 Stunden ist das Textil bereit für den ersten Waschgang da die Tinte noch nachtrocknet.

Siebdruck:

Siebdruck der Klassikerund den Textildruck Arten wird hier auf der SeiteSiebdruck genauer beschrieben. Viel Spaß beim Lesen. 

Folien:

Veredelung mittels Folien ist im Textilbereich eine durchaus gängige Methode um simple einfärbige Designs auf ein Textil zu bekommen. 
Hierbei wird mittels einem Schneidplotter das gewünschte Design aus der Folie ausgeschnitten und mit dem Stoff verpresst. 

Diese Folien gibt es in den verschiedensten Optiken und Haptiken. Auch ist diese Methode eher unkompliziert wenn es um die Materialien geht. Man kann gleicherweise Polyerster-Sportkleidung veredeln wie Baumwollshirts. 
Die Langlebigkeit der meisten Folien ist sehr gut.

Ein weiterer Vorteil ist dass man Folien leichter an schwierigen oder verwinkelten Stellen anbringen kann was im Siebdruck oder Digitaldruck häufig nicht so recht funktioniert. 

Marken die nach einem gewissen Etwas suchen könnten zB. mehrere kleine Designs aus Spezialfolien anfertigen lassen und diese on Demand als Brandingoption verarbeiten. So könnte man leicht und kosteneffizient kleinere Bust- bzw. Ärmelaufdrucke umsetzen. 

Ablauf beim T Shirt bedrucken mittels Folien:

1. Grafik vorbereiten (Vektor Grafik)
2. Folie auswählen und Cutter einstellen
3. Grafik ausschneiden & entgittern
4. Verpressen, anbringen

Schritt 1:

Design in die passende Schneidsoftware laden und für das Ausschneiden vorbereiten. Meist wird spiegelverkehrt ausgeschnitten damit die Folie mit der Trägerfolie richtig herum auf dem Textil angebracht werden kann. 

Schritt 2:

Folie auswählen und den Schneiddruck des Plotters bestimmen. Damit man nicht mit zu wenig Druck in die Folie schneidet, diese aber auch nicht komplett durchtrennt. 

Schritt 3:

Jetzt wird die Grafik ausgeschnitten, im nachhinein werden alle Flächen die nicht im Design sein sollen von Hand entfernt. Man nennt dies auch entgittern, hier entfernt man einfach alle nicht benötigten Teile von der Trägerfolie. 

Schritt 4:

Nach Herstellerangaben verpressen.

Grobe Folienübersicht:

Wann ist welche Druckart am besten geeignet?

Digitalduck:

  • kleinen Stückzahlen, Print on Demand
  • wenn in Vollfarbe gedruckt werden soll da bei dieser Druckart  die Anzahl an Farben egal ist

Siebdruck Direktdruck:

  • größere Stückzahlen
  • wenn man genau weiß wieviele Artikel zu welchen größen man braucht
  • Arbeitskleidung, oder Wäsche die mit bis zu 60°C waschfest sein soll

Siebdruck Transferdruck:

  • größere Stückzahl an gleichen Prints
  • zum Einlagern und on Demand verpressen (Labels, Patches usw.)
  • sinnvoll bei Textilien mit höherem Polyesteranteil wie viele Hoodies (ab 30%) da dies die Schwachstelle von Digitaldruck ist
  • Für kleine Prints wie Labels kosteneffizienter als Digitaldruck
  • Für schwierig bedruckbare Stellen
  • Auf vielen Materialien verwendbar

Folien (Vinyl):

  • Viele Spezialfolien erhältlich (Carbon Optik, Chrome-Folien, UV-Folien, glow in the dark - Folien)
  • bei Designs mit nur 1-2 Farben
  • kleinere Aufträge ab. 10 Stück 
  • kosteneffizienter als Digitaldruck bei kleinen Prints wie einfärbigen Logo am Ärmel usw. 
  • Für schwierig bedruckbare Stellen
  • Auf vielen Materialien verwendbar

Nachhaltigkeit im Textildruck:

Im nachfolgenden wollen die den Textildruck unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit beleuchten. Es wird nur auf den Textildruck sprich die Veredelung eingeganen ohne die Textilerzeugung. Dies soll bei der Entscheidung nach der Wahl der richtigen Druckmethode helfen. 

Digitaldruck: Der Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. 

Der Verbrauch an Wasser ist im Digitaldruck am geringsten. Im Grunde ist der Digitaldruck ein Druckprozess welcher komplett ohne Wasserauskommt. Es müssen nicht wie im Siebdruck Siebe ausgewaschen werden und Farben abgemischt werden (was bedeutet dass Becher und Werkzeug ausgewaschen oder weggeschmissen werden müssen usw.).
Auch in anderen Details wie Farbverbrauch siegt der Digitaldruck da hier wirklich nur punktgenau die Tinte verbraucht wird welche für das Design notwenig ist. 
Beim Siebdruck müssen Siebe mit Tinte geflutet werden und es bleiben Rückstände auf allem möglichen Equipment welches danach gesäubert werden muss.

Digitaldruck-Tinten:

Wasserbasierte Digitaldruck Tinten sind absolut frei von Schwermetallen, Formaldehyd und Alkylphenolethoxylaten (APE), wodurch sie ungefährlich, ungiftig und biologisch abbaubar sind. 

Die Tinten im Digitaldruck sind mit Oeko-Tex® Standard 100 mit Klasse I zertifiziert. 
Grundsätzlich gibt es 4 Klassen dieser Zertifizierung:

  • Produktklasse I - Artikel für Babys und Kleinkinder
  • Produktklasse II - Artikel, die hautnah verwendet werden
  • Produktklasse III - Artikel, die hautfern verwendet werden
  • Produktklasse IV - Ausstattungsmaterialien

Folgende Parameter sind Teil des Oeko-Tex® Kriterienkatalogs:

  • Verbotene AZO-Farbmittel
  • Krebsauslösende und allergieauslösende Farbstoffe
  • Formaldehyd
  • Pestizide
  • Chlorierte Phenole und chlororganische Carrier
  • Extrahierbare Schwermetalle
  • Farbechtheit
  • pH-Wert
  • Phthalate in Babyartikeln
  • Zinnorganische Verbindungen, etc.

Was an diesem Siegel gut ist ist dass alle möglichen Wege in Betracht gezogen werden wie Schadstoffe von unserem Körper aufgenommen werden. Produkte werden also auf ihre Verträglichkeit überprüft.

Der Teil "Oeko" in Oeko-Tex® implizert jedoch leider keine streng eingehaltenen grundlegenden Positionen zum Thema Nachhaltigkeit wie ökologischer Landbau ohne Verwendung von Pestizieden und Genmanipulation. 
Es trifft nur Aussagen darüber ob es sich um ein auf Schadstoff-Rückständen geprüftes Produkt handelt.

Beim Siebdruck wird mehr Wasser verbaucht und manche Farben enthalten Kunststoff.