Beyond Motion — 4 Farben vorne, 4 Farben hinten, QR-Nackenlabel.

Weißes Stanley/Stella-Creator-Shirt von Beyond Motion mit vierfarbigem „Drill Vibes

Für Beyond Motion aus Graz haben wir einen der aufwendigsten Siebdruck-Aufträge umgesetzt, die ein Shirt verlangen kann: vier Farben auf der Vorderseite, vier Farben auf der Rückseite — das sind insgesamt acht Siebe, die einzeln belichtet, eingerichtet und millimetergenau aufeinander registriert werden mussten. Dazu kamen drei exakt nach Pantone angemischte Wunschfarben und ein DTF-Nackenlabel mit funktionalem QR-Code. Gedruckt auf dem Stanley/Stella Creator, einem Klassiker aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle. Das verspielte Faultier-Maskottchen („Chill Vibes" vorne, „Drill Vibes" hinten) macht aus einem Corporate-Shirt ein echtes Lieblingsstück.

Projektüberblick

Beyond Motion ist eine Grazer Brand mit eigenem Charakter — und genau den sollte das Merch transportieren. Statt eines simplen Logo-Prints entstand eine komplette Maskottchen-Linie: ein Faultier mit Kopfhörern, das vorne entspannt am Ast hängt („Chill Vibes") und hinten im Spagat abgeht („Drill Vibes"). Eine verspielte, mehrfarbige Bildwelt, die druck­technisch alles abverlangt — und genau deshalb ein schönes Beispiel dafür, was im Siebdruck möglich ist, wenn man es richtig macht.

Der Kern: 4 Farben vorne + 4 Farben hinten = 8 Siebe

Mehrfarbiger Siebdruck ist kein „einfach mehr Farbe" — jede einzelne Farbe ist ein eigener, vollständiger Arbeitsschritt:

  • Pro Farbe ein eigenes Sieb — die Grafik wird in ihre Farbebenen zerlegt (Farbseparation), jede Ebene wird einzeln auf ein Sieb belichtet
  • 4 Farben vorne + 4 Farben hinten = 8 Siebe, die alle belichtet, ausgewaschen, getrocknet und eingerichtet werden
  • Register (Passgenauigkeit): alle Farben müssen exakt aufeinander sitzen — verschiebt sich eine Ebene um einen Millimeter, „verrutscht" das ganze Motiv
  • Druckreihenfolge & Flash: die Farben werden in der richtigen Reihenfolge gedruckt, teils mit Zwischentrocknung (Flash), damit sie sauber aufeinander liegen

Auf den Werkstatt-Fotos sieht man den Justier-Laser am Karussell, mit dem jedes Shirt exakt positioniert wird. Diese Präzision ist der Unterschied zwischen einem sauberen Mehrfarb-Druck und einem unscharfen Bild. Mehr dazu: Textildruck-Verfahren im Vergleich.

— Interaktiv

Klick dich durch die Siebe

Siebdruck entsteht Schicht für Schicht — ein Sieb pro Farbe, exakt aufeinander registriert. Tipp dich durch und bau das Motiv selbst auf.

Sieb 1 — hellblaue Hintergrundfläche Sieb 2 — orange Details (Stirnband, Hose, Pfeife) Sieb 3 — blaue Konturen und Schriftzug Sieb 4 — schwarze Wortmarke und Augen Leeres Shirt — tipp auf ein Sieb ↓
Vorderseite · „Drill Vibes"
0 / 4 Sieben gedruckt

3 Pantone-Wunschfarben — exakt angemischt

Beyond Motion kam mit konkreten Pantone-Werten für die Brand-Farben (ein kräftiges Blau, ein helles Himmelblau, ein warmes Orange). Im Plastisol-Siebdruck heißt das: wir mischen die Farbe von Hand exakt nach Pantone an, statt einen ungefähren Standardton zu nehmen. Der Vorteil gegenüber Digitaldruck: Pantone-Volltöne kommen im Siebdruck satt, deckend und farbverbindlich — und lassen sich bei Nachbestellungen zuverlässig reproduzieren. Mehr zu Farbsystemen: CMYK oder RGB?

Das DTF-Nackenlabel mit funktionalem QR-Code

Das Detail, das den Auftrag besonders macht: Statt eines eingenähten Standard-Labels haben wir ein gedrucktes Nackenlabel im DTF-Verfahren umgesetzt — inklusive funktionierendem QR-Code, der direkt zur Beyond-Motion-Website führt. Warum DTF fürs Label und nicht Siebdruck?

  • Feine Details: ein QR-Code muss gestochen scharf sein, sonst lässt er sich nicht scannen — das kann DTF besser als Siebdruck bei so kleiner Größe
  • Mehrfarbig in einem Schritt: Logo, Text und QR-Code in einem Transfer, ohne zusätzliche Siebe
  • Weich & kratzfrei: ein gedrucktes Label kratzt nicht im Nacken wie ein eingenähtes Etikett — ein echter Tragekomfort-Vorteil

Das Ergebnis ist ein Shirt, das bis ins Detail durchdacht ist: vom mehrfarbigen Front- und Backprint bis zum scanbaren Label, das das Kleidungsstück direkt mit der digitalen Marke verbindet.

Textil: Stanley/Stella Creator

Als Basis diente der Stanley/Stella Creator — ein Klassiker für hochwertiges Merch: GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle, angenehm mittelschwerer Stoff, sauberer Schnitt und eine glatte Oberfläche, die mehrfarbige Drucke ideal trägt. Mehr zu Stoffen: Textilien & Zertifikate.

Ideal für Brands, die ihr Merch ernst nehmen

Dieses Projekt zeigt die ganze Bandbreite dessen, was im Studio möglich ist. Wenn ihr ein ähnlich anspruchsvolles Projekt plant — mehrfarbige Maskottchen-Linie, Corporate-Merch mit exakten Brand-Farben, durchgestaltete Drops mit Label-Detail — sind drei Punkte wichtig:

  • Mehrfarb-Siebdruck für satte, verbindliche Pantone-Farben — gerade wenn die Brand-Farben sitzen müssen
  • DTF fürs Detail — Nackenlabel, QR-Codes, feine mehrfarbige Elemente
  • Gutes Blank wählen — ein Stanley/Stella Creator trägt aufwendige Drucke besser als ein Billig-Shirt und macht aus Merch ein Lieblingsstück

Häufige Fragen zu Mehrfarb-Siebdruck & Nackenlabels

Wie viele Farben sind im Siebdruck möglich?

Technisch viele — jede Farbe ist ein eigenes Sieb. Üblich sind 1 bis 6 Farben pro Druckseite. Bei diesem Projekt waren es 4 vorne und 4 hinten, also 8 Siebe. Je mehr Farben, desto höher der Einrichtungsaufwand, deshalb lohnt sich Mehrfarb-Siebdruck vor allem ab größeren Auflagen.

Was kostet ein 4-farbiger Druck im Vergleich zu einfarbig?

Der Mehraufwand steckt im Setup: mehr Siebe, mehr Farbwechsel, mehr Einrichtzeit. Pro Stück relativiert sich das mit steigender Stückzahl. Für kleine Mengen mit vielen Farben ist DTF oft wirtschaftlicher — für größere Auflagen mit festen Pantone-Farben ist Siebdruck die robustere Variante für Textilien, die viel gewaschen werden.

Könnt ihr unsere genauen Markenfarben (Pantone) treffen?

Ja. Im Siebdruck mischen wir die Plastisol-Farbe von Hand exakt nach Pantone-Code an und gleichen sie am Stoff ab. So sind die Brand-Farben verbindlich und bei Nachbestellungen zuverlässig reproduzierbar.

Könnt ihr ein eigenes Nackenlabel mit QR-Code drucken?

Ja. Wir drucken Nackenlabels im DTF-Verfahren — mit Logo, Pflegehinweisen und sogar einem funktionalen QR-Code, der zu eurer Website oder Kampagne führt. Das gedruckte Label ist weich und kratzt nicht wie ein eingenähtes Etikett.

Funktioniert ein gedruckter QR-Code wirklich zum Scannen?

Ja, sofern er sauber und in ausreichender Größe gedruckt ist — deshalb nutzen wir dafür DTF statt Siebdruck, weil feine Strukturen damit gestochen scharf werden. Wir testen jede Charge vor der Auslieferung auf Scanbarkeit.

Entfernt ihr für den Nackendruck das Originaletikett?

Nein — wir entfernen keine Etiketten. Wir bedrucken die Innenseite nur dort, wo der Hersteller den Nacken bewusst frei lässt, wie bei Stanley/Stella. Die Originalkennzeichnung mit Faserzusammensetzung und Pflegehinweisen bleibt am Kleidungsstück.

— Du planst ähnliches?

Wir setzen anspruchsvolles Corporate- und Brand-Merch um — mehrfarbiger Siebdruck mit exakten Pantone-Farben, DTF-Nackenlabels mit QR-Code, durchgestaltete Drops — auf Wunsch auf zertifizierten Textilien wie dem Stanley/Stella Creator.

Mehr lesen: Textildruck-Verfahren im Vergleich